Meine Erfahrungen
Erfahrungsbericht FSJ 2025/2026 SGA 1 & 2
Mein Soziales Jahr habe ich in der Kinder- und Jugendhilfe in der Einrichtung von Lernen Fördern in Herrenberg absolviert. Ich habe mich für ein FSJ entschieden, um vor dem Studium praktische Erfahrung im Bereich der Sozialen Arbeit sammeln zu können.
Die Einsatzstelle ist eine Kinder- und Jugendhilfe, die in zwei Gruppen aufgeteilt ist.
In der Sozialen Gruppenarbeit 1 (vergleichbar mit einer Sozialpädagogischen Tagesgruppe) werden Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren betreut. Ziel ist es die Kinder in sozialen, persönlichen und schulischen Bereichen zu fördern. Diese Gruppe arbeitet eng mit dem Jugendamt zusammen und ist eine Hilfe zur Erziehung. Hier gehörte zu meinen Aufgaben unter anderem das Betreuen bei den Hausaufgaben, der Küchendienst und die Begleitung bei Gruppenaktivitäten. Außerdem durfte ich für die Kinder Thementage vorbereiten und durchführen und Gruppenaktivitäten planen.
In der Sozialen Gruppenarbeit 2 werden Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren betreut. Ziel ist es die sozialen Kompetenzen und persönliche Entwicklungsschritte in einem geschützten Rahmen zu stärken. In der Gruppenzeit durfte ich hier jeden Tag mit einem Teil der Gruppe das Mittagessen Kochen und mit ihnen den Nachmittag verbringen. Hier konnten die Jugendlichen sich eigene Aktivitäten überlegen oder mit der gesamten Gruppe etwas machen.
Vormittags war ich zusätzlich in der Albert-Schweitzer-Schule welche Schülerinnen und Schüler mit Lernschwächen betreut. Meine Aufgaben dort waren zum einen die Unterstützung der Lehrkräfte im Unterricht und zum anderen durfte ich mit den Schülerinnen und Schülern aus Klasse 8 den Schülerkiosk organisieren, verkaufen und den Ablauf leiten.
Durch mein FSJ habe ich gelernt besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen einzugehen und diese auch individuell fördern zu können. Zum Beispiel habe ich gelernt ruhiger zu reagieren, wenn ein Kind wütend wurde und erst das Gespräch zu suchen, wenn das Kind sich beruhigt hat. Außerdem habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen und selbstständiger zu Arbeiten.
In meinem FSJ habe ich gemerkt, wie wichtig klare Regeln und gleichzeitig ein respektvoller Umgang sind.
Eine Herausforderung war der Umgang mit Kindern und Jugendlichen die stärkere Verhaltensauffälligkeiten zeigten. In manchen Situationen war es nicht einfach, ruhig zu bleiben und richtig zu reagieren. Auch Konflikte zwischen den Kindern und Jugendlichen zu klären, war anfangs etwas schwierig für mich.
Mit der Zeit habe ich jedoch Strategien gelernt besser mit solchen Situationen umgehen zu können.
Die Unterstützung durch das Team hat mir dabei enorm geholfen.
Mein FSJ war für mich eine sehr wichtige und einschneidende Erfahrung. Ich habe nicht nur viel über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelernt, sondern mich auch persönlich weiterentwickelt. Besonders mein Verantwortungsbewusstsein, meine organisatorischen Fähigkeiten und meine sozialen Fähigkeiten haben sich verbessert.
Ich kann ein FSJ in dieser Einsatzstelle nur empfehlen, da man hier in jeder Situation die bestmögliche Unterstützung vom Team bekommt und man selbst auch viel für sich persönlich mitnehmen kann. Ich selbst konnte mir durch das FSJ Klarheit über meinen weiteren Berufsweg verschaffen und weiß nun das ich sehr gerne in diesem Bereich arbeiten möchte.